Der Himmelsziegenpfad | Traumschleife “Himmels Gääs Paad”
Es ist viel zu heiß, diesen Sommer, immer. Wir sind viel zu unfit, dieses Jahr, immer mal wieder. Weil es gerade immer so heiß ist. Und wenn es dann mal nicht so heiß ist, na dann sind da ja überall so viele andere Menschen unterwegs. Ausreden über Ausreden, das können wir ganz gut. Es fiel uns dieses Jahr echt schwer, uns aufzuraffen und wandern zu gehen. Stress auf der Arbeit machte uns dann auch noch zusätzlich müde, da hätte das Wandern und die frische Waldluft ab und zu bestimmt echt gut getan, wenn man nicht von allem immer so müde gewesen wäre. Ich denke das kennen einige gerade ganz gut. Ihr seid nicht alleine.
Feiertag = Wandertag
Den Feiertag, den es nur in einigen wenigen Bundesländern gibt (Maria Himmelfahrt) haben wir dann aber doch nutzen müssen. Wir haben uns eine der kürzeren Traumschleifen rausgepickt (7km, die schaffen wir schon - und hey, da steht "fast steigungsfrei" in der Beschreibung) und haben zum ersten Mal den Noswendeler See besucht. Hier, direkt am Seeufer und einem kleinen Biergarten startet die Traumschleife "Himmels-Gääs-Paad".
Himmelsziegen
Für alle "nicht-Saarländisch-sprechenden": "Himmels-Gääs" bedeutet "Himmelsziege" - so wird die hier heimische "Bekassine" genannt, ein Wasservogel der Laute macht die sich anhören wie das Meckern einer Ziege. Leider haben wir auf unserer Wanderung auf dem "Himmelsziegenpfad" keine gehört - zu einer anderen Jahreszeit habt ihr vielleicht mehr Glück.
Traumschleife
Ihre 60 Erlebnispunkte hat der Himmelsziegenpfad sich auf jeden Fall verdient. Der Start am See war schön und als es dann Nachmittags doch noch die heißen Temperaturen rauskamen, waren wir dankbar für die vielen verschlungen Pfade durch den dichten Wald.
Ein kleines Stückchen führt der Wanderweg durch den Ort Noswendel - da ich hier aber an einem großen öffentlichen Bücherregal stöbern konnte (und sogar einen schicken klassischen Sherlock Holmes Roman mitgenommen habe), kann ich mich darüber nicht beschweren.
Direkt anschließend führt der Weg über einen Holzsteg durch ein Moor - finde ich persönlich immer wieder schön, wenn sich so eine Mühe gemacht wird. Auch wenn dieser Steg schon etwas holprig und schief schien.
Bank mit Aussicht
Danach wechselt sich immer wieder Wald und Felder und schöne Ausblicke ab auf verschlungenen Pfaden ab, genau wie man sich einen Wanderweg wünscht. Und wenn man Glück hat, ist kurz vor Schluss eine Bank mitten in Feldern am Hang frei, von der aus man einen wunderschönen Weitblick über den Noswendeler See und fast die ganze Traumschleife hat. Ich drücke euch die Daumen, dass ihr dort auch eine Rast einlegen könnt.












