Hunsrück goes Rheinhessen | Schlemmerwanderung durch die Oppenheimer Weinberge
"7km Köstlichkeiten" verspricht die Stadt Oppenheim auf ihrer Schlemmerwanderung durch die Oppenheimer Weinberge.
Normalerweise würden mich so viele Menschen auf der relativ kurzen Strecke vom Wandern abschrecken. Und da ich gerade versuche abzunehmen und fit zu werden, stand auch "schlemmen" nicht unbedingt auf meinem Plan fürs Wochenende.
Aber, an genau diesem Wochenende sollte das Wetter fantastisch werden. Es sollte rheinhessischen Wein in rheinhessichen Weinbergen geben. Und meine Schwester & Schwager würden an der Strecke mit ihrem FoodTruck echte Hunsrücker Klöße verkaufen. Mit der Diät kann man doch auch noch morgen starten, oder? Morgen starten doch ganz viele andere auch mit der Diät, da reihe ich mich dann ein.
Was ist eigentlich dieses Oppenheim?
Nicht gerade ums Eck, zumindest nicht für mich. Oppenheim liegt zwischen Mainz und Worms mitten in Rheinhessen, eben ganz in der Nähe des Rhein. Rheinhessen gehört zu Rheinland-Pfalz und ist das größte Weinanbaugebiet Deutschlands. Perfekt für eine Wein- bzw. Schlemmerwanderung.
Der 7km Wanderweg ist nur für die Schlemmerwanderung ausgeschildert, an den Tagen an denen die Veranstaltung ist (also 1x im Frühling und 1x im Herbst als "Federweißer-Schlemmerwanderung"), die Wege sind aber jederzeit begehbar und andere ausgeschilderte Wanderwege führen auch durch die Weinberge, z.B. der Wein-Erlebnis-Weg.
Leider sind Anfang April die Weinreben noch sehr kahl, das Panorama ist im Herbst bestimmt noch schöner. Vielleicht schaffen wir es dieses Jahr auch noch zur "Federweißer-Schlemmerwanderung", dann kann ich berichten.
Dann werde ich mir auf jeden Fall auch noch das Kellerlabyrinth in Oppenheim anschauen, wie ich jetzt leider erst im Nachhinein erfahren haben, ein besonderer Geheimtipp unter den Sehenswürdigkeiten der Stadt.
Wo und wie geht's denn nun los?
Aber jetzt erstmal zur Oppenheimer Schlemmerwanderung im April 2018 und überhaupt meiner ersten Erfahrung in Sachen Schlemmerwanderung. Die Veranstaltung startete offiziell um 10 Uhr. Als wir um 11 Uhr in Oppenheim ankamen war in dem Ort schon die Hölle los. Nur noch vereinzelt waren Parkplätze frei und die Schlange am Startpunkt, wo es das Starter-Paket zu kaufen gab, war schon ziemlich lang.
Das Starter-Paket bestand übrigens aus dem offiziellen Festglas, einem Weinglashalter (damit man beim Wandern die Hände frei hat zum Essen ;-) ) und einem Begrüßungswein bzw. Secco. Wir entschieden uns für den leckeren Secco (Sorte "Schlemmerwanderung pur", sehr lecker) und dann ging es auch schon los.
Erste Erfahrungen in Sachen Schlemmerwanderung
Die ersten paar "Schlemmerpunkt", immer bestehend aus Ess- und Weinstand, ließen wir links liegen, da dort das Radio RPR1 gerade Interviews führte und wir nicht angequatscht werden wollten. Generell war gerade an den ersten und an den letzten zwei Schlemmerpunkten sehr viel "Betrieb" (so sagt man bei uns, bei euch auch? Dort waren sehr viel Menschen, Trubel, Treiben…?). Eben überall dort wo man vom Start aus schnell und einfach hinkommt und nicht die ganzen 7km wandern muss. Alles Faulenzer! ;-)
Am Schlemmerpunkt des Weingut Kissinger sind wir das Thema "Schlemmen" dann erstmal ganz vorsichtig angegangen, mit "3erlei Schlemmerhäppchen" - Brote mit drei verschiedenen Sorten Frischkäse. Woran merkt man das ich kein Foodblogger und neu beim Schlemmerwandern bin? Ich habe vergessen ein Foto davon zu machen. Aber war trotzdem sehr lecker!
Schlemmen mit Hindernissen
Nach der Stärkung ging es dann erstmal steil bergauf bis ganz oben in die Weinberge. Schnauf. Hier verläuft, wie gesagt, auch der Wein-Erlebnis-Weg. Am nächsten Schlemmerstop hat meine besser Hälfte sich eine Wildbratwurst gegönnt und ich durfte probieren. Naja, Wild mag man, oder mag man (bzw. hier Frau) nicht. ;-)
Ich war aber sowieso schon voller Vorfreude, auf den Flammkuchen an der nächsten Station. Ein leckerer Flammkuchen, eine gute Weinschorle, oben in den Weinbergen, in der Sonne… aber auch hier, naja, die schnelle Ernüchterung: mindestens 30-40 Minuten Wartezeit auf einen Flammkuchen. Ähm.? Bei aller Vorfreude,… wir sind dann ohne direkt weitergegangen.
Für Chili am nächsten Stand war es eindeutig zu heiß an diesem Tag und auch an den Sardinen am Stand danach sind wir schnell vorbeigegangen (Sardinen? Mit der Hand pulen? Ernsthaft? Igitt :-P) und hatten eigentlich nur noch ein festes Ziel vor Augen: den Food Truck meiner Schwester. Hunsrücker Klöße für Hunsrücker Wanderer. Zum Glück konnte jetzt nichts mehr schief gehen.
Hunsrücker Klöße für Hunsrücker Wanderer in Rheinhessen
Für die, die es nicht kennen: das "Original" sind Kartoffelklöße mit Hackfleischfüllung. Für Vegetarier gibt es am Ess-Kult-Tour Food Truck auch noch Kartoffelklöße mit Frischkäsefüllung, die mir persönlich sogar besser geschmeckt haben, als das Original.
Dank genial leckerer Klöße, für die übrigens niemand auch nur annährend eine halbe Stunde warten musste, und einer erfrischenden Weinschorle vom benachbarten Weinstand konnten wir die Schlemmerwanderung dann doch noch gemütlich und genüsslich ausklingen lassen.
Wir kommen bestimmt mal wieder schlemmen, vor allem wenn Oppenheim es dann wieder schafft, im Frühling so geniales Sommerwetter zu bieten.
Und jetzt bin ich neugierig?
Habt ihr schon mal eine Schlemmerwanderung gemacht? Wie sind eure Erfahrung mit Essensangebot und co.? Oder wären euch das zu viele Menschen auf einem Haufen beim Wandern? (wie mir eigentlich ja auch ^^)











