„Wer war Alice“ von T. R. Richmond

Mrz 26, 2016 | 2 von 5, Bücher, Rezensionen | 0 Kommentare

„Wer war Alice“ schien auf den ersten Blick wie „nur“ ein weiterer Thriller, der auf den Zug von „Gone Girl“ und „Girl on the Train“ aufspringen will. (hah, Wortspiel ;) ) Was mich dann aber doch neugierig gemacht hat, ist der Aufbau der Geschichte. Es ist keine fortlaufende Erzählung, sondern ein Puzzle. Eine Sammlung von eMails, Chats, Zeitungsausschnitten und co… aus denen sich am Ende Alice Leben zusammen setzt.

Wer mir schon eine Weile folgt, weiß dass ich diesen Stil in „Love, Rosie“ geliebt habe. „Wer war Alice“ konnte mich leider nicht so sehr überzeugen. Für einen Thriller-Roman war es ganz nett, aber die Erzählweise hat eher gehindert, als geholfen.

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Rezensionsexemplar. Vielen Dank an den Verlag. Meine Meinung ist meine eigene und ich bin unbestechlich, also meistens.

„Wer war Alice“ von T. R. Richmond

Wer war Alice von T. R. Richmond

„Alice Salmon war erst 25 Jahre alt, als sie eines Morgens leblos im Fluss gefunden wurde. Eigentlich wollte sie am Abend zuvor nur Freunde treffen, stattdessen durchlebte sie die letzten Stunden ihres Lebens. Aber was ist passiert? Ist sie wirklich gestürzt, weil sie zu viel getrunken hat, wie die Polizei vermutet? War es ein tragischer Unfall? Die Nachricht ihres Todes verbreitet sich wie ein Lauffeuer, auch über Facebook und Twitter. Gleich werden Vermutungen angestellt, über sie, ihr Leben und ihren Tod. Auch ihr ehemaliger Professor Jeremy Cooke ist erschüttert. Er macht sich daran, herauszufinden, was in der Nacht tatsächlich geschah, und sammelt alles über Alice. Er schreibt sogar ein Buch über den Fall. Nur warum ist er so engagiert? Was hat er zu verbergen? Was haben ihr Exfreund Luke und ihr Freund Ben mit der Sache zu tun? Und wer war Alice?“

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Meine Meinung

Je mehr ich über „Wer war Alice“ nachdenke, desto schlechter habe ich es in Erinnerung. Nicht schlecht wie in „ich kann mich an nichts erinnern“. Ich kann mich sogar noch ganz gut an alles erinnern.. Es ist ja auch erst etwa eine Woche vergangen, seit ich das Buch zu Seite gelegt habe. Aber es fällt mir schwer, positive Dinge zu finden, die ich hier erwähnen kann. Denn normalerweise eröffne ich ja sogar die schlechtesten Rezensionen mit etwas Positivem.

Ich werde an dieser Stelle einfach mal eine Lanze brechen für den „Puzzle“-Erzählstil. Denn den liebe ich immer noch. Genau der war wahrscheinlich auch der einzige Grund, warum ich bei „Wer war Alice“ bis zum Ende durchgehalten habe.

Ich liebe es, gerade bei Thrillern oder Krimis, den Fall oder das Rätsel selber zu lösen. Ich liebe den Subtext, der entsteht, wenn sich Personen das ganze Buch über nicht wirklich unterhalten. Entweder wird über sie geschrieben, oder sie schreiben sich gegenseitig. Und ihr kennt das doch auch, das man dann irgendwie anders ist, als von Gesicht zu Gesicht. Ich liebe es, zwischen den Zeilen herauszulesen, wie ein Charakter ist, was er oder sie sagt, auch wenn sie es nicht wirklich sagen. Falls ihr noch nie etwas in dem Stil gelesen habt, solltet ihr es unbedingt mal ausprobieren. Mein absolutes Lieblingsbuch dafür ist „Love, Rosie – Für immer vielleicht„, aber wer nicht so auf Liebesromane steht, kann auch durchaus in „Wer war Alice“ hinein schnuppern.

Sie hat sogar schon ein eigenes Hashtag. Ist das alles, was von meiner besten Freundin übrig bleibt? #alicesalmon
Das große Problem das „Wer war Alice“ hat, hat aber gerade etwas mit diesem Stil zu tun. Denn die Erzählung wird von den Personen getragen, die die Briefe/eMails/was auch immer, schreiben. Und die sind in diesem Thriller-Roman einfach nur unsympathisch. Ein zwielichtiger Professor der all diese Informationen sammelt, nicht um den Tod von Alice aufzuklären, sondern um ein Buch zu schreiben und berühmt zu werden, kann mir einfach nicht sympathisch sein.

Klar, nicht immer müssen Figuren in einem Buch sympathisch sein, gerade bei Thrillern oder Krimis ist das ja gerade das interessante, aber bei diesem Erzählstil funktioniert das für mich dann einfach nicht. Für mich waren die Figuren auch nicht entwickelt genug, ich konnte manche bis zum Ende nicht richtig auseinander halten (vor allem Alice männliche Freunde).

Ganz ehrlich: Mir waren 75% der „Handlung“ eigentlich egal. Ich wollte durchaus wissen, wie Alice gestorben ist. Aber darum geht es im Großteil des Buches gar nicht. Jede der Figuren versucht sich selbst darzustellen, Alice und ihr Tod stehen eher im Hintergrund. Da hatte ich mir bei einem Buch das „Wer war Alice“ heißt einfach etwas anderes erwartet und wurde schwer enttäuscht.

Das Fass zum Überlaufen gebracht hat dann das Ende. Es kam zwar überraschend, also ich konnte es nicht vorausahnen. Aber genau das ärgert mich bei solchen Büchern dann auch. Euch würde es doch auch ärgern, wenn ihr ein Puzzle zusammenbauen sollt und Teile fehlen. Es gab so viele Andeutungen in welche Richtung das Ende gehen könnte, aber keine zeigte auch nur annähernd in die Richtung, in die es dann ging. Mich ärgert sowas, weil man mir gar keine Chance zu einem AHA Moment gibt.

Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass das Leben ein einziges riesiges Leiterspiel ist: Kaum hat man es auf einer Leiter bis nach oben geschafft, zack, rutscht man auf einer Schlange wieder nach unten!
Ohne die Enttäuschung am Ende, hätte „Wer war Alice“ vielleicht noch drei Sterne bzw. goldene Pfötchen bekommen. So sind es nur zwei geworden. Es war eigentlich alles vorhanden um „Wer war Alice“ zu einem spitzenmäßigen Leseerlebnis zu machen, jedes 5. „Kapitel“ hat sich auch so angefühlt, aber alles in allem war die Umsetzung einfach nur Mist. Sorry.

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Meine Bewertung: 2/5

"Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär" von Walter Moers

Klappentext:

Die 13½ Leben des Käpt’n Blaubär (Untertitel: „Die halben Lebenserinnerungen eines Seebären, mit zahlreichen Illustrationen und unter Benutzung des Lexikons der erklärungsbedürftigen Wunder, Daseinsformen und Phänomene Zamoniens und Umgebung von Prof. Dr. Abdul Nachtigaller.“) ist der erste Zamonien-Roman von Walter Moers (Erstausgabe: 1999). Moers schildert hier das Leben seines Protagonisten Käpt’n Blaubär und wendet sich dabei im Gegensatz zu den Käpt’n Blaubär-TV-Episoden in der Sendung mit der Maus nicht nur an Kinder, sondern ebenfalls an erwachsene Leser.

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"Die Seiten der Welt" von Kai Meyer

Klappentext:

Furia Salamandra Faerfax lebt in einer Welt der Bücher. Der Landsitz ihrer Familie birgt eine unendliche Bibliothek. In ihren Tiefen ist Furia auf der Suche nach einem ganz besonderen Buch: ihrem Seelenbuch. Mit ihm will sie die Magie und die Macht der Worte entfesseln.

Noch weiß sie nicht, in welch tödlicher Gefahr sie schwebt. Denn Furias Familie wird von mächtigen Feinden bedroht - und die trachten auch ihr nach dem Leben. Der Kampf gegen die Herrscher der Bibliomantik und die Entschreibung aller Bücher beginnt.

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"Das Mädchen" von Stephen King

Klappentext:

"Um zehn Uhr sitzt Trisha noch im Auto ihrer Mutter. Um halb elf hat sie sich im Wald verirrt. Um elf Uhr versucht sie, sich nicht zu fürchten. Nicht daran zu denken, dass Leute, die sich verirren, vielleicht nie mehr zurückkehren.

Hunger und Durst, Insekten und wilde Tiere, Einsamkeit und Dunkelheit – Trisha hat dem Grauen der Wälder wenig entgegenzusetzen.

Und vor allem nicht dem, was sich aufgemacht hat, sie heimzusuchen …"

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"Tintenherz" von Cornelia Funke

Klappentext:

In einer stürmischen Nacht taucht ein unheimlicher Gast bei Meggie und ihrem Vater Mo auf. Er warnt ihren Vater vor einem Mann namens Capricorn. Am nächsten Morgen reist Mo überstürzt mit Meggie zu ihrer Tante Elinor ...

Elinor verfügt über die kostbarste Bibliothek, die Meggie je gesehen hat. Hier versteckt Mo das Buch, um das sich alles dreht. Ein Buch, das Mo vor vielen Jahren zum letzten Mal gelesen hat und das jetzt in den Mittelpunkt eines unglaublichen, magischen und atemberaubenden Abenteuers rückt - eines Abenteuers, in dessen Verlauf Meggie nicht nur das Geheimnis um Zauberzunge und Capricorn löst, sondern auch selbst in große Gefahr gerät.

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