Von den ersten und vorerst letzten Rezensionsexemplaren 2017 | „Leon & Claire“ und „Moonatics“

Jan 24, 2017 | 2 von 5, Bücher, Rezensionen | 0 Kommentare

Irgendwie hatte ich mir den Start in mein Lesejahr 2017 anders vorgestellt. Ich wollte mich weniger stressen, trotzdem öfter und qualitativ bessere Bücher lesen. Da haben mir die folgenden zwei Rezensionsexemplare (die ich aus Zeitmangel mit ins neue Jahr nehmen musste) einen gewaltigen Strich durch die Rechnung gemacht…

Beide Bücher sind das beste Beispiel dafür, warum ich mich dieses Jahr nicht mehr von den ganzen Neuerscheinungen verführen lassen will. Auf meinem SuB liegen bestimmt 100 Bücher, mit denen ich die letzten Wochen richtig viel Spaß hätte haben können. Stattdessen habe ich mich zum Lesen der Rezensionsexemplare gequält, nur um jetzt doch endlich einzusehen, dass es keinen Sinn hat

„Léon & Claire – er trat aus den Schatten“ von Ulrike Schweikert

Leon und Claire von Ulrike Schweikert

Paris hat eine dunkle Seite

Sie nennen sich selbst die Kämpfer der Schatten und haben der Stadt den Rücken gekehrt. Vom hellen Licht sind sie in das Reich der Dunkelheit hinabgestiegen, in die Katakomben tief unter Paris. Unter ihnen lebt Léon, der magische Fähigkeiten besitzt. Er allein weiß um die Macht des Meisters der Finsternis, dessen Ziel es ist, Paris zu vernichten. Als Léon eines Tages der schönen Claire das Leben rettet, ist es um sie beide geschehen.“

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Meine Meinung

»Arrête! C’est ici l’empire de la mort«, sagte er theatralisch. »Halt, hier beginnt das Reich des Todes«, übersetzte Claire in Gedanken, folgte Adrien aber tapfer in die Dunkelheit.

Endlich habe ich verstanden, was viele an den Twilight Romanen so nervig fanden. Dafür könnte ich Léon und Claire vielleicht noch dankbar sein. Trotzdem hätte ich die Lesezeit, die ich in Ulrike Schweikerts Jugendbuch investiert habe, gerne wieder zurück.

Dabei gefällt mir die Grundidee eigentlich und auch das Feeling der Straßen und Katakomben von Paris hat Ulrike Schweikert gut herübergebracht. Aber die ständigen „ungeahnten Wünsche“ und das „tiefe Verlangen“ der nervigen Protagonistin waren für mich einfach too much. Dazu kommen ein gekünstelt wirkender Spannungsbogen, Jugendliche die reden als wären sie einem Jane Austen Roman entflohen und eine Handlung mit so vielen Lücken wie ein Schweizer Käse. Vielleicht werden die Lücken im zweiten Band noch gestopft, aber der erste Band wirkt so einfach nicht rund, man hat ständig das Gefühl: „hier fehlt doch was… hab ich da was überlesen?…

Ich habe ja schon gelernt, bei Jugendbüchern über Dinge wie Insta-Love und Beziehungsdreiecke hinwegzusehen, dafür bin ich einfach die falsche Zielgruppe. Vielleicht bin ich aber auch zu alt geworden für Jugendromane?

Ich formuliere es daher mal vorsichtig, als jemand außerhalb der Zielgruppe: Vielleicht können junge Mädchen mit „Léon & Claire“ Spaß haben. Vielleicht hätte es mir zu Zeiten als ich noch Twilight Fan war auch besser gefallen? So war es leider ein einziger Reinfall…

Zwei Sterne gibt es wie oben schon gesagt, für die Paris Atmosphäre und die Grundidee, sowie eine Nebenfigur die ruhig mehr im Mittelpunkt hätte stehen können.

Vielen Dank an den Verlag für dieses Rezensionsexemplar. Meine Meinung wird dadurch nicht beeinflusst. #Unbestechlich #WennDannNurMitSchokolade 

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Meine Bewertung: 2/5

„Moonatics“ von Arne Ahlert

Moonatics von Arne Ahlert

Hippies auf dem Mond

Die nahe Zukunft: Webdesigner Darian Curtis ist ein begeisterter Globetrotter, der schon so gut wie jedes Land der Erde besucht hat. Als er eines Tages ein beträchtliches Vermögen erbt, erfüllt er sich einen lang gehegten Traum: Da die Erde aufgrund des Klimawandels und wachsender Terrorgefahr sowieso kein angenehmer Ort mehr zum Leben ist, besteigt Darian kurzerhand eine Rakete und fliegt zum Mond, um dort drei Wochen entspannt Urlaub zu machen. Es ist der Beginn des größten und verrücktesten Abenteuers seines Lebens, denn auf dem Mond geht die Party erst richtig los …“

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Meine Meinung

Eine Reise zum Mond war der ultimative Eskapismus, ein kaum zu überbietender Unsinn. Genau darin lag der Reiz.

Mehrere Wochen habe ich an „Moonatics“ rumgekaut, Abends immer nur 1 – 2 Seiten geschafft bevor ich über dem Buch eingeschlafen bin (kein Scherz!). Denn es passierte einfach nichts in diesem Buch. Ehrlich: Jemand reist in ein Hotel auf dem Mond und dort passiert dann… nichts. Und der „jemand“ könnte wirklich irgendjemand sein, denn obwohl der Protagonist Darian viel erzählt, erzählt er auch irgendwie nichts. Man erfährt kaum was von ihm, er zeigt kaum eine Empfindung und das obwohl er gerade zum ersten Mal auf dem Mond ist.

Nachdem mich das Seite für Seite knabbern in den Wahnsinn getrieben hat, habe ich mir andere Rezensionen durchgelesen. Das mache ich normal nie bevor ich das Buch nicht beendet habe, aus Angst vor Spoilern. Auf den letzten 100 Seiten soll es angeblich endlich spannend werden. Ist das für ein 535 Seiten Buch nicht etwas sehr spät?

Warum fliegt man auf den Mond? Weil er da ist, oder nicht?

Auch die Beziehung vom Leser zu Darian wird wohl nicht besser, er ist und bleibt ein Beobachter ohne Meinungen und Gefühle. Für das „Abenteuer“ Moonatics ist mir meine Lesezeit 2017 einfach zu schade. Daher breche ich das Buch nach knapp 150 Seiten ab, ohne es zu bewerten. Mir hat es mit Darian auf dem Mond einfach keinen Spaß gemacht…

Sollte es mal ein Hörbuch zu „Moonatics“ geben, werde ich der Geschichte aber gerne eine zweite Chance geben. Beim Hören macht es mir eher weniger aus, nur zu beobachten was nicht passiert… hoffentlich wählt man dann aber einen angenehmen Sprecher, dem man auch länger zuhören kann…

Vielen Dank an den Verlag für dieses Rezensionsexemplar. Meine Meinung wird dadurch nicht beeinflusst. #Unbestechlich #WennDannNurMitSchokolade 

Bilder unter Creative Commons Lizenz von Flickr: achbine

"Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär" von Walter Moers

Klappentext:

Die 13½ Leben des Käpt’n Blaubär (Untertitel: „Die halben Lebenserinnerungen eines Seebären, mit zahlreichen Illustrationen und unter Benutzung des Lexikons der erklärungsbedürftigen Wunder, Daseinsformen und Phänomene Zamoniens und Umgebung von Prof. Dr. Abdul Nachtigaller.“) ist der erste Zamonien-Roman von Walter Moers (Erstausgabe: 1999). Moers schildert hier das Leben seines Protagonisten Käpt’n Blaubär und wendet sich dabei im Gegensatz zu den Käpt’n Blaubär-TV-Episoden in der Sendung mit der Maus nicht nur an Kinder, sondern ebenfalls an erwachsene Leser.

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"Die Seiten der Welt" von Kai Meyer

Klappentext:

Furia Salamandra Faerfax lebt in einer Welt der Bücher. Der Landsitz ihrer Familie birgt eine unendliche Bibliothek. In ihren Tiefen ist Furia auf der Suche nach einem ganz besonderen Buch: ihrem Seelenbuch. Mit ihm will sie die Magie und die Macht der Worte entfesseln.

Noch weiß sie nicht, in welch tödlicher Gefahr sie schwebt. Denn Furias Familie wird von mächtigen Feinden bedroht - und die trachten auch ihr nach dem Leben. Der Kampf gegen die Herrscher der Bibliomantik und die Entschreibung aller Bücher beginnt.

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"Das Mädchen" von Stephen King

Klappentext:

"Um zehn Uhr sitzt Trisha noch im Auto ihrer Mutter. Um halb elf hat sie sich im Wald verirrt. Um elf Uhr versucht sie, sich nicht zu fürchten. Nicht daran zu denken, dass Leute, die sich verirren, vielleicht nie mehr zurückkehren.

Hunger und Durst, Insekten und wilde Tiere, Einsamkeit und Dunkelheit – Trisha hat dem Grauen der Wälder wenig entgegenzusetzen.

Und vor allem nicht dem, was sich aufgemacht hat, sie heimzusuchen …"

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"Tintenherz" von Cornelia Funke

Klappentext:

In einer stürmischen Nacht taucht ein unheimlicher Gast bei Meggie und ihrem Vater Mo auf. Er warnt ihren Vater vor einem Mann namens Capricorn. Am nächsten Morgen reist Mo überstürzt mit Meggie zu ihrer Tante Elinor ...

Elinor verfügt über die kostbarste Bibliothek, die Meggie je gesehen hat. Hier versteckt Mo das Buch, um das sich alles dreht. Ein Buch, das Mo vor vielen Jahren zum letzten Mal gelesen hat und das jetzt in den Mittelpunkt eines unglaublichen, magischen und atemberaubenden Abenteuers rückt - eines Abenteuers, in dessen Verlauf Meggie nicht nur das Geheimnis um Zauberzunge und Capricorn löst, sondern auch selbst in große Gefahr gerät.

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