„Die sieben Schwestern“ von Lucinda Riley

Mai 23, 2015 | 4 von 5, Bücher, Rezensionen | 0 Kommentare

Ich bin der festen Überzeugung, dass bei kreativen Menschen die Seele wie ein Himmel voller Sternschnuppen ist.

„Maia ist die älteste von sechs Schwestern, die alle von ihrem Vater adoptiert wurden, als sie sehr klein waren. Sie lebt als Einzige noch auf dem herrschaftlichen Anwesen ihres Vaters am Genfer See, denn anders als ihre Schwestern, die es drängte, draußen in der Welt ein ganz neues Leben als Erwachsene zu beginnen, fand die eher schüchterne Maia nicht den Mut, ihre vertraute Umgebung zu verlassen. Doch das ändert sich, als ihr Vater überraschend stirbt und ihr einen Umschlag hinterlässt – und sie plötzlich den Schlüssel zu ihrer bisher unbekannten Vorgeschichte in Händen hält:

Sie wurde in Rio de Janeiro in einer alten Villa geboren, deren Adresse noch heute existiert. Maia fasst den Entschluss, nach Rio zu fliegen, und an der Seite von Floriano Quintelas, eines befreundeten Schriftstellers, beginnt sie, das Rätsel ihrer Herkunft zu ergründen. Dabei stößt sie auf eine tragische Liebesgeschichte in der Vergangenheit ihrer Familie, und sie taucht ein in das mondäne Paris der Jahrhundertwende, wo einst eine schöne junge Frau aus Rio einem französischen Bildhauer begegnete. Und erst jetzt fängt Maia an zu begreifen, wer sie wirklich ist und was dies für ihr weiteres Leben bedeutet …“

Wenn ich mich nicht irre, war „die sieben Schwestern“ mein erster Ausflug in die Welt der Bücher um Familien und Familiengeheimnisse. Ich dachte immer, solche Geschichten seien langweilig. Alte verstaubte Briefe in alten verstaubten Häusern, Geschichten aus längst vergangener Zeit. Man, war ich doof.

„Die sieben Schwestern“ beweist nämlich, dass das alles ganz anders sein kann. Mein Interesse geweckt hat an diesem Buch das tolle Cover (obwohl das englische Cover fast noch schöner und geheimnisvoller ist), aber auch die Familie selbst. Sieben Schwestern, das stelle ich mir anstrengend vor. Ich bin selbst teil einer etwas größeren Familie, und schon zwei Schwestern und ein Bruder konnten manchmal anstrengend sein. Vielleicht konnte ich mich gerade deshalb gut in Maia hineinversetzen. Sie ist die Schwester, um die es im ersten Buch geht. Sie ist die älteste, aber auch die schüchternste. Die einzige, die noch nicht so recht weiß, was sie mit ihrem Leben anstellen will. All das wurde von Lucinda Reily gut herübergebracht, und hat mich mehr als ein Mal zum Nachdenken angeregt.

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Genfer See (Schweiz) © degust@flickr

Durch Maia habe ich ihre ganze Familie ins Herz geschlossen, ihre Schwestern, ihre Ersatzmama, und ihren etwas seltsamen Vater. Als Älteste versucht Maia ihre Schwestern zu beschützen, sich um sie zu kümmern. Auch die, mit denen sie nicht zu 100% etwas anzufangen weiß, weil sie so Grund verschieden sind. Auch die hat man als Schwester lieb, was wahrscheinlich auch ein Umstand ist denn man nur versteht, wenn man selber Schwestern hat, von denen man meint sie könnten adoptiert sein. Ich freue mich schon auf die nächsten Bände, um zu lesen wie es den anderen Mädchen so geht. Mir fehlt die Familie nämlich jetzt schon.

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Montmarte (Paris) © chap_d@flickr

Vielleicht haben mir die Gegenwart und die Schwestern aber auch etwas zu sehr gefallen. Denn den „Ausflug“ in Maias Vergangenheit in Rio de Janeiro habe ich anfangs etwas zu langatmig gefunden. Ihre Großmutter wurde viel zu unsympathisch dargestellt, und so konnte ich mich erstmal nicht so richtig über den Sprung in deren Vergangenheit freuen. Es hat bestimmt gute hundert Seiten gedauert, um mit ihr warm zu werden. Und so richtig geschafft haben das dann doch erst der Ausflug nach Paris und die Personen die sie dort trifft.

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der Cristo über Rio de Janeiro (Brasilien) © higordepadua@flickr

Die Geschichte um die Entstehung des Cristo in Rio (denn Maias Großmutter war darin irgendwie verwickelt) fand ich dagegen sehr interessant. Ich möchte fast gar nicht wissen, ob sie etwas mit der Wahrheit zu tun hat. Denn sie war so schön, das ich mich gerne an dieses Buch erinnere, wenn ich den Cristo irgendwo auf einem Bild sehe.

Am Ende war ich von diesem Teil der Geschichte dann aber doch ein bisschen enttäuscht. Wir erfahren viel über Maias Großmutter, aber kaum etwas über ihre Mutter, ihren Vater, oder ihre eigentliche Herkunft. Das kam mir irgendwie wie Thema verfehlt vor, wenn man sich durch so viele Seiten „kämpft“, und das eigentlich Spannende in ein paar Seiten abgehandelt ist. Dennoch ist die Geschichte von Maias Großmutter eine ganz besondere, und ich werde jedes Mal wenn ich den Cristo oder Rio irgendwo sehe, an sie denken.

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beautiful UK cover

Da es mein erstes „Familiengeheimnis“ Buch war, war es auch mein erstes Buch von Lucinda Reily. Ihr Schreibstil hat es mir aber richtig angetan, und konnte mich auch über die langatmigen Kapitel motivieren, dabei zu bleiben. Ich werde definitiv auch mal in ihre anderen Bücher reinschnuppern. Und ich werde ungeduldig auf die nächsten sechs Bände in der Reihe der „sieben Schwestern“ warten.

Ich bin neugierig darauf, wo die anderen Schwestern herkommen. Ich freue mich auf eine wunderschöne Weltreise, die uns wahrscheinlich/hoffentlich bevorsteht. Was hat es mit der geheimnisvollen siebten Schwester auf sich? (Ich wette, es gibt eine, oder es steckt mehr dahinter, als dass Pa Salt es nur nicht geschafft hat) Wird das Sternenbild vollendet? Was hat es mit der Skulptur auf sich? Fragen über Fragen. Bitte lasst uns nicht zu lange auf den nächsten Band warten!

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Meine Bewertung: 4/5

"Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär" von Walter Moers

Klappentext:

Die 13½ Leben des Käpt’n Blaubär (Untertitel: „Die halben Lebenserinnerungen eines Seebären, mit zahlreichen Illustrationen und unter Benutzung des Lexikons der erklärungsbedürftigen Wunder, Daseinsformen und Phänomene Zamoniens und Umgebung von Prof. Dr. Abdul Nachtigaller.“) ist der erste Zamonien-Roman von Walter Moers (Erstausgabe: 1999). Moers schildert hier das Leben seines Protagonisten Käpt’n Blaubär und wendet sich dabei im Gegensatz zu den Käpt’n Blaubär-TV-Episoden in der Sendung mit der Maus nicht nur an Kinder, sondern ebenfalls an erwachsene Leser.

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"Die Seiten der Welt" von Kai Meyer

Klappentext:

Furia Salamandra Faerfax lebt in einer Welt der Bücher. Der Landsitz ihrer Familie birgt eine unendliche Bibliothek. In ihren Tiefen ist Furia auf der Suche nach einem ganz besonderen Buch: ihrem Seelenbuch. Mit ihm will sie die Magie und die Macht der Worte entfesseln.

Noch weiß sie nicht, in welch tödlicher Gefahr sie schwebt. Denn Furias Familie wird von mächtigen Feinden bedroht - und die trachten auch ihr nach dem Leben. Der Kampf gegen die Herrscher der Bibliomantik und die Entschreibung aller Bücher beginnt.

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"Das Mädchen" von Stephen King

Klappentext:

"Um zehn Uhr sitzt Trisha noch im Auto ihrer Mutter. Um halb elf hat sie sich im Wald verirrt. Um elf Uhr versucht sie, sich nicht zu fürchten. Nicht daran zu denken, dass Leute, die sich verirren, vielleicht nie mehr zurückkehren.

Hunger und Durst, Insekten und wilde Tiere, Einsamkeit und Dunkelheit – Trisha hat dem Grauen der Wälder wenig entgegenzusetzen.

Und vor allem nicht dem, was sich aufgemacht hat, sie heimzusuchen …"

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"Tintenherz" von Cornelia Funke

Klappentext:

In einer stürmischen Nacht taucht ein unheimlicher Gast bei Meggie und ihrem Vater Mo auf. Er warnt ihren Vater vor einem Mann namens Capricorn. Am nächsten Morgen reist Mo überstürzt mit Meggie zu ihrer Tante Elinor ...

Elinor verfügt über die kostbarste Bibliothek, die Meggie je gesehen hat. Hier versteckt Mo das Buch, um das sich alles dreht. Ein Buch, das Mo vor vielen Jahren zum letzten Mal gelesen hat und das jetzt in den Mittelpunkt eines unglaublichen, magischen und atemberaubenden Abenteuers rückt - eines Abenteuers, in dessen Verlauf Meggie nicht nur das Geheimnis um Zauberzunge und Capricorn löst, sondern auch selbst in große Gefahr gerät.

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